Er muss nicht lang sein ...
Dein Text nimmt die Zuhörerinnen und Zuhörer überallhin mit, wo du selbst warst.
Du erklärst ihnen, was du eigentlich wissen wolltest ...
... wie du versucht hast, etwas herauszufinden ...
... was du gesehen, gerochen und gefühlt hast ...
... mit wem du gesprochen hast ...
... und was du Neues gelernt hast.

Schreiben macht Spaß ... also mach‘ es dir gemütlich. Koch dir einen Kakao oder kuschel‘ dich an deinen Lieblingsplatz.

Und nimm‘ einen Wecker mit.


Den Wecker brauchst du, falls das große Grübelmonster vorbeikommt. Das große Grübelmonster frisst Gedanken, solange sie noch im Kopf sind. Dadurch schaffen sie es nie bis auf das Papier, auch wenn sie klug sind. Mit dem Wecker kannst du dich gegen das große Grübelmonster verteidigen. Es mag nämlich keine Zeitbegrenzungen.

Für den Anfang hast du fünf Minuten. Schreib‘ deine wichtigste Frage auf. Warum ist sie wichtig?

Jetzt nimm ein neues Blatt und schreib‘ den Schluss.
Was hast du herausgefunden?
Was weißt du jetzt, das du vorher noch nicht wusstest?
Und warum ist es wichtig, das zu wissen?
Wirst du in Zukunft etwas anders machen?
Gibt es etwas Dringendes zu tun?
Lass‘ dir für den Schluss zehn Minuten Zeit.


Jetzt brauchst du noch ein oder zwei Blätter für die Mitte. In die Mitte kommen: Dinge, die du selbst herausgefunden hast, z.B. bei einem Gang durch die Höhle oder die Noctalis-Ausstellung. Was hast du gehört, gelesen, erlebt?

In die Mitte der Reportage baust du auch das Interview mit deinem Gesprächspartner ein. Zuerst erklärst du, wer das ist und warum du ausgerechnet diese Person befragt hast. Dann pickst du dir einzelne interessante Antworten heraus und erklärst drum herum, warum du etwas gefragt hast.
Während du diesen Teil schreibst, willst du dir dein Interview vielleicht noch einmal anhören. Hier kommt noch ein Beispiel dafür, wie dein eigener Text und das Interview sich abwechseln können.

(• Beispiel aus „Sensible Jäger“ einfügen)

Du kannst dir die Mitte in mehrere Teile einteilen, z.B.
- erste Interviewpartnerin
- Besuch in der Höhle
- zweite Interviewpartnerin
Nimm dir beim Schreiben für jeden Teil zehn Minuten Zeit. Mach‘ dazwischen Pause.
Wie war noch einmal deine wichtigste Frage? Und was hast du jeweils dazu herausgefunden?


Wenn dein Text fertig ist, dann tipp‘ ihn dir ab und druck ihn aus. Die Schrift muss groß sein, damit du sie gut lesen kannst, und du musst erkennen können, wo später ein Geräusch oder ein Stückchen von einem Interview eingebaut wird. Am besten liest du deinen Text jetzt jemandem vor. Wenn er oder sie etwas nicht versteht, kannst du den Text noch verbessern.

Und jetzt ist dein Text fertig für die Aufnahme, also: Ton ab.